Pandemie betrifft O&L schwer

Tochterfirma senkt Kosten – Pick n Pay meldet Lager-Ausverkauf


Auch Namibias größte private Unternehmensgruppe, Ohlthaver & List, bleibt von den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht verschont – im Gegenteil: besonders die beiden Tochterfirmen Pick n Pay Namibia und O&L Leisure sind schwer betroffen, teilt O&L jetzt mit.

Das O&L-Tochterunternehmen O&L Leisure ist von der COVID-19-Pandemie schwer betroffen. Das Strandhotel in Swakopmund (Foto) bleibt zwar offen, doch es wird genau darauf geachtet, wie viele Gäste sich in der Unterkunft aufhalten. Foto: privat

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek „Die COVID-19-Pandemie hat die Weltgemeinschaft bis ins Mark erschüttert und bei allen Menschen Angst und Unsicherheit ausgelöst“, heißt es in der Erklärung, die O&L-Unternehmenssprecherin Roux-Che Locke vor kurzem veröffentlicht hat. Ihr zufolge sind besonders die Supermarktkette Pick n Pay (PnP) Namibia und der Gastbetriebsparte O&L Leisure von der COVID-19-Pandemie stark betroffen. „Die gesamte namibische Tourismusbranche – der am stärksten betroffene Sektor in der namibischen Wirtschaft – wurde in die Knie gezwungen, da schätzungsweise mehr als 70 Millionen Namibia-Dollar pro Tag verloren gehen“, wird O&L-Leisure-Geschäftsführer Norbert Wurm in der Mitteilung zitiert. Er beschreibt es als „traurig“ und sagt: „Wir kämpfen ums Überleben, da Tausende von Arbeitsplätzen auf Messers Schneide stehen.“ O&L Leisure versuche mittels drastischer Kosteneinsparungen sowie anderer Maßnahmen, zumindest das Gehalt des Personals weiter zu garantieren. „Darüber hinaus fördern wir Flexibilität in der Branche und wünschen uns, dass Reisende und Gäste ihre Urlaubspläne verschieben und nicht stornieren“, so Wurm. Laut der Erklärung bleiben die Unterkünfte Strandhotel und Midgard Country Estate weiterhin offen. Die von den Behörden auferlegte Beschränkung großer Menschengruppen wird aber eingehalten, weshalb die Anzahl Gäste kontrolliert werden müsse. Die anderen Unterkünfte Mokuti Etosha Lodge und Chobe Water Villas bleiben ebenfalls geöffnet, allerdings werde der letztgenannte Betrieb „reduziert“ weiterlaufen, da viele Flüge storniert und Grenzübergänge geschlossen wurden. Ebenfalls schwer getroffen ist auch die Supermarktkette Pick n Pay (PnP) Namibia, die seit der am Samstagmorgen in Kraft getretenen Ausgangsbeschränkung „erhebliche Auswirkungen“ auf Lieferkette und Lagerbestände meldet. Laut Geschäftsführer Graeme Mouton hat der PnPs Online-Handel in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen, doch bei der Anzahl Kunden und Bestellungen im Internet „ist bereits jetzt schon ein Ausverkauf des Lagerbestandes zu verzeichnen“. PnP bleibe geöffnet, betont aber, dass sich zu jedem Zeitpunkt nicht mehr als 50 Kunden in dem Supermarkt aufhalten dürfen. Laut der Erklärung ist die O&L-Brauerei Namibia Breweries Limited (NBL) weniger betroffen, obwohl ein Teil des Personals bereits von zuhause arbeite. „Zu diesem Zeitpunkt werden wir dank bereits gesicherter Materialien und der Bemühungen der Regierung, den Handel fortzusetzen, unsere Produktion und Lieferung unserer Getränke wie geplant aufrechterhalten“, wird NBL-Geschäftsführer Marco Wenk zitiert.

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