Rückholflüge in Planung


Deutsche müssen sich bei Windhoek aufhalten

Swakopmund/Windhoek (er) - Die deutsche Botschaft in Namibia bemüht sich weiter, deutsche Staatsbürger bei der Rückreise zu unterstützen. Doch „angesichts der ab 26. März um Mitternacht in Südafrika geltenden Ausgangssperre tendieren Optionen zur regulären Rückreise für deutsche Staatsangehörige von Namibia in Richtung Deutschland zunehmend gegen Null“, teilte die deutsche Botschaft jetzt in einem Schreiben mit.


Allerdings sei inzwischen die konkrete Planung zur Durchführung von Rückholungsflügen aus Namibia angelaufen. Deutsche sind daher weiterhin aufgerufen, sich im Internet unter https://www.rueckholprogramm.de zu registrieren. Dies gelte für deutsche Staatsangehörige, die sich „kurzzeitig in Namibia aufhalten“.


Ferner empfehlt die Botschaft, dass Deutsche, die noch immer in Namibia unterwegs seien, eine „Unterkunft in oder in der Umgebung von Windhoek“ suchen, um „eine kurzfristige Anreise zum Flughafen zu ermöglichen, sobald es Flüge gibt“. Sowie konkret feststehe, dass es eine Verbindung gibt, werde die Botschaft per E-Mail und/oder telefonisch informieren. Allerdings könnten pro Flug „nur die Personen berücksichtigt werden, die von uns kontaktiert wurden“. Er werde voraussichtlich nicht mehr als einen Flug pro Tag geben.


Laut dem Brief seien bereits gestern Passagiere aus Windhoek auf einem Flug abgeholt worden, der von einem Reisveranstalter gechartert worden sei. „Wir bitten um Verständnis, dass dort zusätzlich nur Personen mitgenommen werden können, die aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen (z.B. als Ärzte) dringend nach Deutschland reisen müssen“, heißt es in dem Brief, der am Tag zuvor veröffentlicht wurde. „Es sind keine weiteren Plätze verfügbar.“ Die Botschaft ruft ferner Deutsche auf, sich nicht zum Flughafen zu begeben, wenn die Botschaft keinen Kontakt mit der Person aufgenommen habe.


Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat bereits vor wenigen Tagen eine „konzentrierte Rückholaktion für Deutsche“ angekündigt, die angesichts der COVID-19-Pandemie im Ausland gestrandet sind. Dafür hat die Bundesregierung bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt (AZ berichtete).

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