Trinkwasser nun für jedermann erhältlich


Swakopmund/Windhoek (er) - Fast alle Stadtverwaltungen und Dorfräte in Namibia haben veranlasst, dass bei sämtlichen Haushalten, die außenstehende Rechnungen hatten, die Wasseranschlüsse wiederhergestellt werden. Damit folgen sie einer Anordnung des Ministeriums für städtische und ländliche Entwicklung, die der ehemalige Minister des Ressorts, Peya Mushelenga, vor kurzem erteilt hat. „Obwohl Stadträten angeraten wird, wie gewohnt Einnahmen für den Wassergebrauch zu generieren, müssen zur Bekämpfung von COVID-19 gezielte Maßnahmen ergriffen werden“, heißt es in dem Schreiben. Mushelenga ordnet an, dass trotz einer außenstehenden Rechnung der Wasserhahn bei allen Haushalten „sofort“ wieder aufgedreht werden müsse. Ferner seien Stadträte verpflichtet, Wassertanks an strategischen Stellen aufzustellen, damit Personen, die über kein Leitungswasser verfügen, Zugang zu Wasser haben. „Diese Regelung gilt bis der Notstand aufgehoben wurde“, heißt es. Mehrere Städte Namibias sind diesem Aufruf bereits gefolgt. So hat die Stadt Windhoek nach eigenen Angaben die Wasserversorgung in sämtlichen informellen Siedlungen mittels Tanks erhöht. „Kunden, deren Wasserkonten aufgrund von Nichtzahlung gesperrt wurden, müssen sich melden, damit sie für die nächsten dreißig Tage wieder angeschlossen werden können“, so die Hauptstadt, die aber betont, dass sie die säumigen Zahler „nach diesem Zeitraum wieder abschneiden“ würde. Besonders zügig reagierte auch die Stadtverwaltung von Mariental auf die Anordnung. „Wir rufen alle Einwohner auf, weiter für den Wassergebrauch zu zahlen, weil es wird eine Rechnung geben. Wenn nicht gezahlt wird, dann können Einwohner mit einer hohen Außenständen rechnen und zu kämpfen haben, sobald sich die Lage normalisiert hat“, heißt es.

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